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WYDAWNICTWO

Uniwersytetu w Białymstoku

Die aufgezwungene Sprache: Deutsch in galizischen Schulen (1772-1848)

Anna Maria Harbig

Filologie obce
978-83-7431-504-3
2016
B5
420
26 zł + VAT

Opis książki

Die Monographie beschreibt und analysiert die sprachpolitischen, soziolinguistischen und grammatikographischen Bedingungen der Unterrichtspraxis für das Deutschlernen in den galizischen Volksschulen im Zeitraum von der ersten Teilung Polens bis ins Jahr des Völkerfrühlings. Die Untersuchung ist ein Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte des Faches Deutsch als Fremdsprache in einer besonderen historischen Situation. Denn seit Mitte der 1780er-Jahre wurden die Bewohner Galiziens, seitens der habsburgischen Regierung, auf fast allen Ebenen des öffentlichen Lebens juristischen Verfügungen ausgesetzt, die darauf gerichtet waren, das neue Land auch sprachlich einzuverleiben. In den Schulen bestanden Maßnahmen zu Umfang und Intensität des Deutschunterrichts, die weder den Bedürfnissen der Masse der Bevölkerung noch dem Bildungsstreben der Eliten entsprachen. Dazu erschließt die Studie dem Forschungsstand die Interpretation der wichtigsten Dokumente der habsburgischen Schulpolitik für die in Galizien beheimateten Volksgruppen der Polen, Ruthenen und Juden. Es werden Schulgesetzte, Schulorganisation, Lehrmethoden und Schulbücher unter Betracht gestellt. Im Hauptteil dieser Monografie werden Lehrerhandbücher, Fibeln, Lese- und Sprachlehrbücher unter sprachdidaktischen Aspekten detailliert erörtert - darunter bisher unbekannte Schriften zur Lehrerausbildung aus Prag, aus Lemberg und aus Przemyśl sowie Grammatiken des Deutschen in polnischer und ruthenischer Beschreibungssprache.